Der Habicht
Seine vehemente Jagdweise, Größe und Stärke machen den Habicht geradezu zu dem Allround-Beizvogel für den Falkner. In letzter Zeit wird er aber immer mehr von dem Harris-Hawk (Wüstenbussard) abgelöst, der ein nicht so nervöses Verhalten an den Tag legt.
Seine Beute besteht aus Vögeln über Star, Drossel, Spechte, Raben, Enten, Taube, Fasan aber auch andere Greifvögel und Eulen, Hühnern, Kaninchen und Hasen, die er nach einem Pirschflug oder der Deckung heraus schlägt. Der Habicht ist ein Kurzstrecken- und Überraschungsjäger.

Der Habicht fängt in seinem Revier was er am leichtesten überwältigen kann. Deshalb kann es auch vereinzelt zu großen Schäden an Hausgeflügel oder Brieftauben kommen, wenn er diese entdeckt hat. Was ihn bei deren Besitzern nicht gerade beliebt macht. Als Beizvogel ist der Habicht meist scheu gegenüber fremden Umwelteinflüssen die er nicht kennt.

Die Jungvögel haben rötlichbraunes, längs getropftes Gefieder, weshalb sie auch Rothabicht genannt werden. Die Althabichte haben ab dem dritten Jahr vorne im Brustgefieder fast weißes, grau gewelltes Gefieder und sind auf dem Rücken dunkel bis schiefergrau. Als sicheres Erkennungszeichen dient ihr gelbes Auge mit schwarzer Iris, die sich mit zunehmendem Alter orangerot verfärbt.
Berthold Geis
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